Warum der Wurf am falschen Fuß scheitert

Warum der Wurf am falschen Fuß scheitert

Dolly 0 3 03:30

Für die Höhe der Scheibe gibt es eine praktische Kontrolle. Ein Lot von der Mitte des Bullseye nach unten muss genau auf die Abwurflinie treffen, wenn die Anlage korrekt ausgerichtet ist. Weicht das Lot seitlich ab, hängt die Scheibe schief oder die Linie verläuft nicht parallel zur Wand. Beides beeinflusst das Spiel, auch wenn es auf den ersten Blick harmlos wirkt. Besonders in Räumen mit unebenen Wänden ist diese Prüfung sinnvoll, bevor die ersten Pfeile fliegen.

Vor dem Aufbau gilt es, drei Dinge zu klären: Wie viel Platz ist wirklich vorhanden, wie viel Lärm ist zumutbar und wer spielt mit. Erst danach fällt die Wahl. Wer diese Reihenfolge ignoriert, kauft zweimal.

Der Abstand von 2,37 Metern wird von der Vorderseite der Scheibe bis zur Vorderkante der Abwurflinie gemessen. Die Abwurflinie selbst muss mindestens 38 Zentimeter lang sein und darf nicht überrollt werden. Ein Brett oder eine feste Leiste ist besser als ein Klebeband, weil es den Standpunkt erzwingt. Wer barfuß wirft, Raumteiler ohne Sichtschutz steht näher an der Linie als mit Schuhen – auch das ist ein typischer Fehler. Die Diagonale von der Abwurflinie zum Bullseye beträgt bei korrekter Höhe und korrektem Abstand etwa 2,93 Meter. Diese Zahl ist nützlich, um zu prüfen, ob Höhe und Abstand zueinander passen. Misst man nur eine der beiden Größen, kann die andere trotzdem falsch sein.

Der Anlauf legt die Richtung fest, nicht das Tempo. Viele werfen zu schnell an und verlieren dadurch die Kontrolle über den letzten Schritt. Ein ruhiger, gleichmäßiger Anlauf mit drei bis fünf Schritten reicht völlig. Achte darauf, dass die Schulterachse bereits in Richtung Ziel zeigt. Wer mit quer stehenden Schultern anläuft, muss diese Drehung später im Stemmschritt ausgleichen – das kostet Kraft und kostet Genauigkeit. Der vorletzte Schritt ist der entscheidende: Er wird lang und flach gesetzt, der Körper bleibt tief, Beleuchtung im Wohnzimmer das Gewicht ruht noch auf dem hinteren Bein.

Wenn der Raum zu klein ist, gibt es nur zwei Lösungen: umbauen oder auf ein anderes Spiel ausweichen. Eine E-Dartscheibe in einem 2 mal 2 Meter großen Zimmer aufzuhängen, führt zu ständigen Beschädigungen und Frust. Miss daher vor dem Kauf oder Aufhängen die tatsächliche Fläche aus. Berücksichtige auch die Bewegung von Zuschauern. Stehen mehrere Personen im Raum, wird der Platz noch knapper. Wer regelmäßig spielt, sollte den Bereich dauerhaft freihalten und nicht als Durchgang nutzen. Dann bleibt der Spaß erhalten und die Scheibe hält länger.

Der Abstand ist nicht die Diagonale Ein weit verbreiteter Irrtum betrifft die 2,37 Meter. Gemessen wird nicht diagonal von der Abwurflinie zum Bullseye, sondern waagerecht von der Scheibenfläche bis zur Vorderkante der Abwurflinie. Bei einer korrekt aufgehängten Scheibe ergibt sich daraus automatisch eine Diagonale von etwa 2,93 Metern — dieser Wert ist aber nur eine Kontrollgröße, keine Vorgabe. Wer den Abstand über die Diagonale einstellt, landet fast immer zu nah an der Scheibe.

Zuerst wird die Scheibe entlastet. Das Board nicht am Ring oder an den Segmenten packen, sondern mit beiden Händen an der Rückseite oder am Rahmen greifen. Bevor die Halterung gelöst wird, prüfen, ob die Scheibe zusätzlich mit Schrauben oder Klettband gesichert ist. Manche Modelle hängen nur auf einer Zentralschraube, andere auf einer Schiene mit zwei oder vier Befestigungspunkten. Bei Schrauben zuerst die obere lösen, das Board festhalten und dann die untere. So fällt nichts herunter und die Darts bleiben in der Aufbewahrung.

Die Abwurflinie selbst muss mindestens 45 Zentimeter lang sein und deutlich sichtbar auf dem Boden markiert werden. Ein Stück Klebeband reicht, solange es nicht verrutscht. Die Linie gehört so befestigt, dass der werfende Fuß sie nicht berührt, Pflanzen im innenraum sondern dahinter steht. Ein klassischer Fehler in Hinterzimmern und Kellern: Die Linie wird irgendwann verschoben, weil Stühle darüber geschoben werden. Danach stimmen die Abstände nicht mehr, und niemand merkt es.

Die Maße einer Dartscheibe sind genormt, und zwar aus gutem Grund. Wer regelmäßig wirft, merkt schnell, dass schon wenige Zentimeter Unterschied das Wurfgefühl völlig verändern. Die offiziellen Vorgaben stammen aus dem Wettkampfsport und gelten für Steeldart ebenso wie für die meisten Hobbyanlagen. Die entscheidenden Werte lauten: Die Mitte des Bullseye liegt exakt 1,73 Meter über dem Boden, gemessen senkrecht von der Standfläche des Spielers aus. Die Wurfentfernung, also die Distanz von der Scheibenfläche bis zur Abwurflinie, beträgt 2,37 Meter. Diese beiden Zahlen bilden das Fundament jeder brauchbaren Anlage.

Der Abwurf ist der kürzeste Teil der Bewegung, aber der empfindlichste. Das Gerät verlässt die Hand, wenn der Ellbogen bereits gestreckt ist – nicht vorher. Ein zu früher Abwurf führt zu hohen, kraftlosen Würfen, ein zu später zu flachen, die ins Bodenziel schlagen. Die Hand zeigt nach dem Abwurf zum Ziel, der Daumen dreht nach unten. Diese kleine Drehung stabilisiert die Flugbahn. Typisch ist auch, dass Werfer nach dem Abwurf sofort stehen bleiben. Besser ist ein kurzer Ausklang: Das hintere Bein zieht nach, der Oberkörper folgt der Bewegung nach vorn.

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