4 Gründe, warum ein Ast abgespannt statt abgesägt wird

4 Gründe, warum ein Ast abgespannt statt abgesägt wird

Augustina Becke… 0 5 03:40

Vor dem ersten Schnitt stellt man sich unter den Baum und sucht vier bis fünf Leitäste, die gleichmäßig in verschiedene Himmelsrichtungen zeigen. Alles, was nach innen wächst, sich mit anderen Ästen kreuzt oder steil nach oben schießt, ist Kandidat für die Säge. Solche Konkurrenztriebe nehmen Licht und produzieren kaum Früchte. Entfernt werden sie an der Basis, ohne den Stamm oder einen Leittrieb zu verletzen.

class=Was im Baum bleiben muss, damit nächstes Jahr Früchte hängen Kurze, flach abgehende Seitentriebe von 20 bis 40 Zentimetern Länge sind das wertvollste Holz. An ihnen sitzen die Blütenknospen für das Folgejahr. Wer diese Triebe einkürzt oder ganz entfernt, halbiert den Ertrag. Ebenso wichtig sind die ein- bis zweijährigen Langtriebe in der Kronenmitte: Sie tragen erst im darauffolgenden Jahr, sind aber die Reserve für übernächstes. Ein ausgelichteter Baum behält also immer eine Mischung aus altem Fruchtholz und jungen Trieben.

Die entscheidende Frage lautet: Muss der Ast wirklich weg, oder reicht es, seine Richtung zu ändern? Ein Trieb, der lediglich zu steil nach oben zeigt oder leicht in eine Leitung hineinwächst, lässt sich oft mit einem Zugseil korrigieren. Dafür wird der Gurt etwa zwei Drittel der Astlänge vom Stamm entfernt angesetzt, damit der Hebel nicht zu groß wird. Anschließend wird das Seil schrittweise gespannt und mit einem Erdanker oder einem benachbarten Stamm verbunden.

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt an einem sonnigen Mittag, wenn die Pflanzen unter Stress stehen. Besser ist ein trockener, bedeckter Vormittag. Ein weiterer Fehler: direkt nach dem Schnitt stark düngen. Die Pflanze bildet dann weiches, anfälliges Gewebe, das bei späten Frösten erfriert. Wer im Frühjahr schneidet, sollte außerdem auf Nachtfröste achten. Ein Rückschnitt kurz vor einer Kältewelle öffnet die Pflanze für Frostschäden, weil die neuen Triebe noch nicht abgehärtet sind.

Die Schnittstärke richtet sich nach dem Zuwachs. Bei einem gesunden Baum mit 30 bis 40 Zentimetern Jahrestrieb nimmt man insgesamt nicht mehr als ein Viertel der Krone heraus. Bei schwachem Zuwachs bleibt es bei einzelnen störenden Ästen. Nach dem Schnitt wird kein Wundmittel aufgetragen; saubere, glatte Schnittflächen an der Astbasis verheilen von selbst. Reißen oder Quetschen am Stamm sind die typischen Fehler, die zu Gummifluss und langfristigen Schäden führen.

Sommerblüher wie Lavendel, Salbei, Bartblume oder Sommerflieder bilden ihre Blüten an den Trieben des laufenden Jahres. Wer sie im Frühjahr schneidet, nimmt ihnen genau das Holz weg, an dem sie später blühen würden. Der richtige Moment ist deshalb nicht der erste warme Tag im März, sondern der Augenblick, http://Neubert-grosse.de/index.php?title=wenn_die_hecke_wellig_wächst,_hilft_nur_eine_schnur in dem die Pflanze eindeutig austreibt. Here's more information on raumteiler Ohne sichtschutz review our site. Ein Blick auf die Knospen verrät mehr als der Kalender.

Der Schnitt erfolgt immer oberhalb eines vollständig ausgebildeten Blattes mit fünf Fiederblättchen. Dieses sitzt meist in der oberen Hälfte des Triebs. Zähle vom verblühten Blütenstand nach unten, bis du auf ein solches Blatt stößt. Setze die Schere etwa fünf Millimeter über dem Blattansatz an, und zwar parallel zur Blattachsel. Ein schräger Schnitt ist nicht nötig, ein gerader reicht. Der Schnitt verläuft direkt über dem Auge, also der Knospe in der Blattachsel.

Ein starker Ast, der über ein Dach, eine Leitung oder einen Weg ragt, löst schnell den Impuls aus, zur Säge zu greifen. Doch wer sofort absägt, riskiert Risse im Stamm, Ausbrüche an der Rinde und eine Wunde, die Jahre braucht, um zu verheilen. In vielen Fällen ist das Abspannen die bessere Wahl. Dabei wird der Ast nicht gekappt, sondern mit Gurten, Seilen oder Stützen so gezogen, dass er aus dem Gefahrenbereich wächst.

Der Schnitt der Süßkirsche nach der Ernte ist kein Routinetermin, den man beliebig verschieben kann. Anders als Apfel oder Birne reagiert der Kirschbaum auf späten Schnitt mit harzenden Wunden und schlecht ausgereiften Trieben. Wer bis in den Oktober wartet, riskiert, dass die frisch gebildeten Blütenknospen für das kommende Jahr erfrieren. Deshalb gilt: cleverer Stauraum nach der Ernte, aber vor dem Laubfall schneiden – meist zwischen Ende Juli und Mitte September, nachhaltige Renovierung je nach Sorte und Region.

Beim Schnitt selbst gilt: Immer bis auf zwei oder drei Augen zurückschneiden, nicht ins blattlose Holz. Ein zu tiefer Schnitt in alte, verholzte Bereiche führt dazu, dass die Pflanze dort nicht mehr austreibt. Bei Lavendel und Salbei reicht es, die Triebe um etwa ein Drittel zu kürzen. Bei Sommerflieder und Bartblume kann man stärker zurückschneiden, weil sie aus dem mehrjährigen Holz kräftig durchtreiben. Wichtig ist ein sauberer Schnitt mit scharfer Schere, denn gequetschte Stellen faulen leicht.

Wer unsicher ist, arbeitet in zwei Durchgängen: erst die eindeutig störenden Äste, dann nach zwei bis drei Wochen die Grenzfälle. So sieht man, wie der Baum auf den Eingriff reagiert, und kann nachjustieren, ohne das Fruchtholz zu opfern. Ein ausgelichteter Pflaumenbaum dankt es mit gleichmäßiger Ernte, weniger Pilzdruck und Früchten, die nicht nur an der Kronenspitze hängen.

Comments

Service
글이 없습니다.
Banner
042-936-3338
월-금 : 10:00 ~ 16:00, 토/일/공휴일 휴무
런치타임 : 11:30 ~ 13:00

Bank Info

국민은행 732837-01-003817
예금주 에이스코리아옵티칼
Facebook Twitter GooglePlus KakaoStory NaverBand