Weniger Augen, mehr Trauben: Rebschnitt am Haus richtig dosiert

Weniger Augen, mehr Trauben: Rebschnitt am Haus richtig dosiert

Francine 0 5 04:45

Auch der Zustand des Holzes entscheidet. Hohle Stämme, Fäulnis im Wurzelbereich, Risse in der Rinde oder ein schief gewachsener Stamm machen die Fallrichtung unberechenbar. Ein Fachmann prüft mit Klangprobe, Zuwachsbohrer oder Sichtkontrolle, ob der Baum überhaupt noch standsicher ist. Ist die Standsicherheit bereits beeinträchtigt, darf niemand ohne Absicherung und ohne zweite Person am Boden arbeiten.

Der richtige Zeitpunkt hängt von der Blüte ab. Sträucher, die am mehrjährigen Holz blühen – etwa Forsythie, Flieder oder Deutzie –, schneidet man direkt nach der Blüte. Wer erst im Herbst oder Winter zur Schere greift, entfernt bereits die Knospen für das nächste Jahr. Bei Sommerblühern wie Sommerflieder oder Hibiskus, die am einjährigen Holz blühen, ist der späte Winter oder das zeitige Frühjahr ideal, weil sie ohnehin jedes Jahr neu austreiben.

600Wer eine Weinrebe an der Hauswand zieht, erntet im dritten Standjahr oft nur Blattwerk und dünne Ranken. Der Grund liegt selten am Standort, sondern fast immer am Schnitt. Die Rebe will wachsen, und wenn sie darf, investiert sie alles in Triebe und Laub statt in Frucht. Wer dagegen kräftig zurückschneidet, zwingt sie, ihre Reserven in wenige, kräftige Knospen zu stecken – und genau daraus entstehen vollere Trauben.

Typische Fehler sind zu zaghaftes Zurückschneiden aus Sorge, die Rebe zu verlieren, und das Stehenlassen alter, verholzter Ruten, die kaum noch austreiben. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt im Sommer: Wer dann kürzt, nimmt der Rebe Laub, das sie für die Reife der Trauben braucht. Auch das Ausbrechen der Triebe Beleuchtung im Wohnzimmer Frühjahr ersetzt keinen Winterschnitt – es ergänzt ihn nur, indem man überzählige Triebe entfernt, solange sie noch klein und weich sind.

Die Forsythie blüht im Frühling als eine der ersten Sträucher und überzieht den Garten mit einem dichten gelben Flor. Damit sie das jedes Jahr zuverlässig tut, muss der Schnitt zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Der beste Moment liegt unmittelbar nach dem Ende der Blüte, If you have any inquiries concerning the place and how to use Wohnkomfort Verbessern, you can get hold of us at the website. meist zwischen Ende April und Mitte Mai. Wer später schneidet, entfernt bereits die Knospen für das nächste Jahr und riskiert eine blütenarme Saison.

Wie viele Augen bleiben – und warum so wenige Ein Auge ist die Knospe am einjährigen Holz, aus der Trieb, Blätter und Traubenansatz austreiben. An einer Hauswand reichen für eine gesunde Rebe meist acht bis zwölf Augen, verteilt auf zwei bis drei Ruten. Jede Rute wird auf zwei bis vier Augen eingekürzt, der Rest des Vorjahresholzes fällt weg. Wer mehr Augen stehen lässt, bekommt viele kleine Trauben und viel Laub, das sich gegenseitig beschattet und Pilzkrankheiten begünstigt.

Der Blattaustrieb ist kein Datum, sondern ein Zustand. Wer im Frühjahr scheiden will, muss die Knospen und jungen Blätter lesen, Cleverer Stauraum nicht den Kalender. Der richtige Moment liegt fast immer in einem engen Fenster von wenigen Tagen. Verpasst man es, blutet die Pflanze stark, der Austrieb verkümmert oder die Wunde verheilt schlecht. Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Schnitt zwei Wochen lang täglich einen kurzen Blick auf die Triebspitzen zu werfen.

Der Winterschnitt erfolgt, solange die Rebe ruht, also zwischen Laubfall und Austrieb. In milden Lagen ist das der Zeitraum von Dezember bis Februar, in rauen Lagen bis Anfang März. Später schneiden ist riskant, weil die Knospen bereits anschwellen und der Saftdruck einsetzt: Die Schnittwunden bluten dann stark, was die Pflanze schwächt. Bei starkem Frost unter etwa minus fünf Grad sollte man warten, weil Holz an den Schnittstellen aufreißen kann.

Praktisch geht man so vor: Zuerst alles Totholz, alle schwachen Triebe und alle diesjährigen Ruten entfernen, die zu dicht stehen. Aus dem verbleibenden Holz wählt man die kräftigsten, gut ausgereiften Ruten mit kurzem Abstand zwischen den Augen. Eine davon bleibt als Zapfen mit ein bis zwei Augen für das nächste Jahr stehen. Der Schnitt erfolgt knapp über dem obersten Auge, ohne es zu verletzen, und immer schräg vom Auge weg.

Eine Hauswand speichert Wärme und schützt vor Wind, deshalb reift hier mehr als an einer freistehenden Laube. Damit die Trauben aber wirklich voll werden, muss Licht an die Frucht gelangen. Das erreicht man nur über eine reduzierte Augenzahl und einen luftigen Aufbau, bei dem die Triebe senkrecht nach oben geführt werden. Wer diese Ordnung über mehrere Jahre hält, erkennt den Unterschied schnell: weniger Holz, weniger Blattmasse, dafür größere Beeren und ein dichterer Behang.

Ein Profi erkennt man nicht an der Größe seiner Maschine, sondern an seiner Vorbereitung. Vor dem ersten Schnitt wird der Baum auf Spannung, Faulstellen und Totholz untersucht. Die Fallrichtung wird mit einem Keil oder einem Zugseil festgelegt, nicht dem Zufall überlassen. Bei Arbeiten in der Krone wird immer mit zwei unabhängigen Sicherungspunkten gearbeitet. Der Profi weiß, dass ein Stamm mit über 40 Zentimetern Durchmesser nicht mehr mit einer normalen Säge sicher zu fällen ist, sondern eine längere Schiene und vor allem Erfahrung erfordert. Er plant den Rückzug, bevor er den ersten Schnitt setzt.

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