Ein häufiger Fehler ist die Konzentration auf die Haustür. Terrassentüren und bodentiefe Fenster sind im Erdgeschoss die schwächeren Stellen. Wer dort nachrüstet, sollte auf Verriegelungen an mehreren Punkten setzen, nicht nur auf einen zusätzlichen Riegel in der Mitte. Wichtig ist auch der Rahmen: Ein stabiler Flügel nützt wenig, wenn das Mauerwerk daneben weich ist. Bei Altbauten lohnt der Blick auf die Befestigung der Scharniere.
Die einfachste Variante sind lose Füllstoffe wie Schredder-Schaum, Daunen oder Polyester-Hohlfasern. Sie lassen sich gut in die Rundungen schieben und passen sich an, aber sie verdichten sich mit der Zeit. Besonders Hohlfasern verlieren nach häufigem Gebrauch ihre Elastizität und rutschen nach unten. Wer zu wenig davon einfüllt, bekommt Falten; wer zu viel nimmt, erzeugt eine pralle Kugel, die an den Nähten spannt. Ein guter Richtwert: Füllen, bis das Kissen etwa zwei Drittel seines erreicht hat, dann verschließen und einige Tage liegen lassen. Erst danach nachstopfen.
Bei glatten Sitzflächen aus Kunststoff oder lackiertem Holz rutscht die gefaltete Decke leicht. Abhilfe schafft ein Stück rutschfeste Unterlage, das zwischen Sitzfläche und Decke gelegt wird. Wer keine Unterlage zur Hand hat, kann die Decke an zwei gegenüberliegenden Ecken leicht verdrehen, sodass sie sich verspannt. Das ist keine dauerhafte Lösung, hält aber für einen Abend. Auf Polstermöbeln ist das Verdrehen nicht nötig, dort sorgt die Reibung für Halt. Wichtig ist, die Decke nach Gebrauch wieder zu lockern, damit die Fasern nicht dauerhaft verformt werden.
Die Embrasse wird nicht einfach um den gerafften Stoff gewickelt, sondern zuerst um den Vorhang gelegt und dann am Halter eingehängt. Bei modischen Magnet- oder Klettvarianten darauf achten, dass sie nicht verrutschen, wenn der Vorhang bewegt wird. Ein häufiger Fehler: Die Embrasse sitzt zu hoch, sodass der Vorhang oben auseinanderklafft und das Fenster teilweise verdeckt. Ebenso problematisch ist eine zu tiefe Position, weil der Stoff dann auf dem Boden schleift und ausfranst.
Bevor Sie sich für eine Füllung entscheiden, prüfen Sie den Verwendungszweck. Ein Kissen, das nur dekorativ liegt,
verträgt festen Schaum. Ein Kissen, auf dem man liegt oder das man drückt, braucht eine Mischung aus formgebendem Kern und weicher Auflage. Nach dem Stopfen gilt: Zwei bis drei Tage warten, dann die Form kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen. So verhindert man, dass das Kissen nach kurzer Zeit in sich zusammenfällt.
Ein weiterer Punkt ist die Farbe. Dunkle Vorhänge absorbieren Licht und lassen Wände näher erscheinen. Wer dennoch nicht auf sie verzichten will, kann mit einem Vorhang arbeiten, der nur teilweise dunkel ist – etwa ein dunkler Saum oder ein Muster, das nach oben hin heller wird. Auch die Kombination mit einem transparenten, hellen Vorhang hinter dem dunklen Stoff hilft: Der dunkle Vorhang bleibt offen, der helle filtert das Licht. So bleibt der Raum hell und die dunkle Fläche tritt zurück. Wichtig ist, den Vorhang nicht vor eine Heizung zu hängen, da die aufsteigende Warmluft den Stoff bewegt und den Faltenwurf unruhig macht.
Ein häufiger Fehler ist, den Bezug zu klein zu nähen. Bei bauchigen Formen muss der Stoff an der Rundung mehr Weite haben, sonst zieht die Naht und die Füllung kann sich nicht entfalten. Rechnen Sie an der breitesten Stelle mindestens zwei Zentimeter Zugabe pro Seite ein. Noch ein Fehler: den Reißverschluss mitten in die
Rundung setzen. Besser ist eine gerade Naht an der Unterseite oder ein verdeckter Reißverschluss im geraden Teil. So bleibt die Form symmetrisch.
Ein bauchiges Kissen
verliert seine Form, wenn die Füllung im Laufe der Zeit nachgibt. Das passiert nicht plötzlich, sondern schleichend: Nach einigen Wochen liegt der Bezug flach, die Rundung verschwindet, und das Kissen wirkt wie ein leerer Sack. Die Ursache liegt fast immer in der Wahl der Füllung. Wer ein solches Kissen selbst näht oder einen fertigen Bezug stopft, sollte deshalb zuerst verstehen, wie die einzelnen Materialien auf Druck reagieren.
Der Bezug muss zur Füllung passen. Ein fester Schaumstoffkern verlangt einen straffen, wenig dehnbaren Stoff, sonst wirft der Bezug Falten. Lose Füllung aus Faserkügelchen braucht einen dichteren Webstoff, damit nichts austritt. Wer den Bezug abnehmbar nähen will, plant einen Reißverschluss an der hinteren Längsseite ein, nicht an der sichtbaren Vorderkante. Ein Klettverschluss ist einfacher, hält aber weniger Zug aus. Wichtig: vor dem Zuschnitt den Stoff einmal waschen, damit er später nicht einläuft. Nahtzugaben von mindestens einem Zentimeter an allen Seiten einplanen, bei dicken Kissen eher zwei.
Ein häufiger Fehler ist der Vorhang, der die gesamte Wandbreite einnimmt, obwohl das Fenster schmal ist. Wer die
Schiene über die Fensterbreite hinaus verlängert, um das Fenster größer wirken zu lassen, verdeckt zusätzliche Wandfläche. In einem kleinen Raum rächt sich das: Die Wand verschwindet, der Raum wirkt enger. Besser ist es, die Schiene nur so breit zu wählen, dass der Vorhang geöffnet neben dem Fenster Platz findet. Dunkle Vorhänge sollten außerdem immer geöffnet werden, wenn kein direkter Sonnenschutz nötig ist. Geschlossen nehmen sie nicht nur Licht, sondern auch optischen Raum.