Wenn du Himbeeren falsch schneidest, verlierst du ein Jahr Ertrag

Wenn du Himbeeren falsch schneidest, verlierst du ein Jahr Ertrag

Rusty 0 44 03:37

Wichtig ist, Wasserschosser nicht mit normalen Fruchttrieben zu verwechseln. Ein Wasserschosser wächst steil nach oben, hat große Blätter und bildet kaum Blütenknospen. Fruchttriebe wachsen flacher oder hängen leicht, haben kleinere Blätter und tragen Knospen. Wer beim Schnitt die falschen Triebe entfernt, nimmt dem Baum die Ernte des nächsten Jahres. Deshalb vor dem Schnitt die Triebe genau ansehen und den Unterschied zwischen steilem Wachstum und flacher Fruchtbildung prüfen.

Was an der Fassade wirklich geschützt werden muss Fassadenschutz durch Schnitt heißt nicht, alles radikal zurückzunehmen. Es geht um den Abstand zwischen Blattwerk und Bauwerk. Zwei Handbreit Luft zwischen Wand und Zweigen verhindern, dass sich Feuchtigkeit staut und der Putz aufweicht. Kletterpflanzen an Rankhilfen werden nicht an der Wand selbst gekürzt, sondern an ihren Halterungen gelöst, abgenommen und erst dann geschnitten. Bei Spalierobst bleiben die Fruchttriebe stehen, entfernt werden nur die nach innen wachsenden und die, die das Mauerwerk berühren. Ein zu kurz geschnittener Trieb treibt im Frühjahr umso stärker aus und drückt im Sommer wieder gegen die Wand.

Rinde, Verzweigung und Fruchtstände verraten das Alter Zweijährige Ruten haben bereits eine Vegetationsperiode und eine Überwinterung hinter sich. Ihre Rinde ist deutlich dunkler, graubraun bis holzig und fühlt sich rau an. Häufig blättert sie in dünnen Streifen ab. Das ist kein Krankheitszeichen, sondern normal für abgetragene Ruten. Der entscheidende Unterschied liegt in der Verzweigung: Zweijährige Ruten bilden im zweiten Jahr kurze Seitentriebe, Raumteiler ohne Sichtschutz an denen die Blüten und später die Früchte sitzen. Wer also eine Rute mit mehreren kurzen, dünnen Seitenästen vor sich hat, hält mit hoher Wahrscheinlichkeit eine zweijährige Rute in der Hand.

Wer unsicher ist, markiert die Ruten im Sommer mit einem Bändchen, solange Früchte hängen. Dann ist eindeutig, welche Ruten abgetragen haben. Im Winter oder zeitigen Frühjahr fällt die Entscheidung leichter, weil die markierten Ruten zweifelsfrei zuzuordnen sind. Wer ohne Markierung schneidet, riskiert, den Ertrag um ein volles Jahr zu verschieben. Die Mühe einer kurzen Markierung im Sommer spart im nächsten Jahr viel Ärger.

Einjährige und zweijährige Himbeerruten unterscheiden sich so deutlich, dass eine Verwechslung den gesamten Schnittplan zerstört. Wer im Frühjahr die falschen Ruten abschneidet, erntet im Sommer kaum etwas und wundert sich, warum die Pflanzen im Innenraum nur Blätter treiben. Die Unterscheidung gelingt am sichersten an Rinde, Verzweigung und Knospen, nicht am bloßen Augenschein aus der Entfernung.

Beim Rebschnitt entscheidet nicht die Gesamtzahl der Augen über den Ertrag, sondern die Zahl der fruchtbaren Augen, die man stehen lässt. Ein Auge ist nur dann fruchtbar, wenn es an einem einjährigen Holz sitzt, das kräftig genug ist. Triebe mit einem Durchmesser unter etwa sechs Millimetern tragen meist keine gescheite Traube. Wer also blind alle Augen zählt, plant am Ende zu viel Ertrag ein und wundert sich über kleine Beeren und dünne Ruten. Zählen beginnt deshalb immer mit einer Handprobe am Stock: Rutenstärke prüfen, dann erst Augen zählen.

Die Faustregel lautet: Pro Stock bleiben je nach Sorte und Erziehungsform zwischen acht und sechzehn Augen stehen. Bei schwacher Sorte und kräftigem Boden eher am oberen Rand, bei großbeerigen Sorten und magerem Boden am unteren. Entscheidend ist die Aufteilung: Ein bis zwei Zapfen mit je zwei bis drei Augen plus ein bis zwei Strecker mit vier bis sechs Augen. Wer nur einen langen Bogen mit zwölf Augen schneidet, bekommt viele kleine Trauben und eine verkahlt die Basis. Besser ist eine Mischung aus kurzen und langen Fruchtruten.

Über drei Jahre verteilt wächst der Strauch wieder von unten durch. Im ersten Jahr entsteht eine Lücke, die zunächst unschön wirkt. Im zweiten Jahr schieben sich neue Bodentriebe nach, If you loved this article and you would like to acquire far more data pertaining to Wohnungstipps kindly pay a visit to our own site. im dritten ist der alte Bestand auf ein Drittel reduziert und der Strauch hat wieder eine tragfähige Basis. Wer ungeduldig alle alten Triebe in einer Saison entfernt, bekommt einen buschigen Zwerg, der viele Jahre nicht mehr blüht. Der Strauch braucht diese Zeit, um Reserven zu mobilisieren.

Häufige Fehler lassen sich vermeiden. Dazu gehört der Schnitt in eine bereits ausgetriebene Pflanze, der die Blüte kostet und die Fassade nicht schützt. Ebenso falsch ist der Einsatz einer stumpfen oder verschmutzten Schere: Quetschungen und Rindenrisse sind Eintrittspforten für Pilze. Wer die Schnittstellen mit Wundverschlussmitteln großflächig bestreicht, behindert die natürliche Abschottung eher, als dass er sie fördert. Und wer im Spätwinter düngt, treibt die Pflanze zu früh, sodass der Schutz vor der Fassade bis zum Sommer wieder zugewachsen ist.

Sorten, die einmal tragen, bilden im ersten Jahr eine Rute, die nur Blätter und Knospen ansetzt. Erst im zweiten Jahr blüht diese Rute und trägt Früchte, danach stirbt sie ab. Der richtige Schnitt erfolgt nach der Ernte: Die abgetragenen, braunen Ruten werden bodennah entfernt, die jungen, grünen Ruten bleiben stehen. Typischer Fehler: Im Herbst alles zurückschneiden, weil der Strauch „aufgeräumt" wirkt. Damit fällt die gesamte nächste Ernte weg.hq720.jpg

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