Der Akustikfehler im Wohnzimmer, den die meisten übersehen

Der Akustikfehler im Wohnzimmer, den die meisten übersehen

Milagros 0 2 08:52

Ein Wohnzimmer mit hohen Decken, Parkett und wenigen Möbeln sieht elegant aus – klingt aber oft wie eine leere Halle. Jedes Gespräch wird anstrengend, der Fernseher muss lauter gestellt werden, und nach kurzer Zeit fühlt sich der Raum ungemütlich an. Die Ursache ist fast immer zu viel Nachhall. Viele greifen dann zu dicken Vorhängen oder Teppichen, doch das allein löst das Problem selten. Dabei gibt es eine praktische Lösung, die ohne nachhaltige Renovierung auskommt: Akustikbilder und Textilpaneele. Sie wirken dort, wo der Schall tatsächlich reflektiert wird – an den Wänden.

Zunächst sollten Sie die Größe und den Zustand des bestehenden Spiegelschranks prüfen. Messen Sie die Wandfläche aus und notieren Sie die Anschlüsse für Strom und Wasser. If you have any kind of inquiries regarding where and the best ways to make use of hier nachlesen, you could call us at the website. Ein häufiger Fehler ist, einen größeren Schrank zu kaufen, ohne die Türscharniere oder die Wandbelastbarkeit zu berücksichtigen. Achten Sie darauf, dass die neuen Scharniere zu den vorhandenen Bohrungen passen oder planen Sie, neue Löcher zu setzen. Verwenden Sie für die Montage immer einen geeigneten Dübel, je nach Wandmaterial – bei Fliesen benötigen Sie einen Spezialbohrer, um Risse zu vermeiden.

Ein typischer Fehler ist, die Tiefe nur an einer Stelle zu messen. Gerade bei alten Gebäuden weichen die Wände oft um mehrere Zentimeter ab. Messen Sie die Raumtiefe daher an allen Ecken und in der Mitte. Ziehen Sie dann von der kleinsten gemessenen Tiefe die Dicke der Rückwand sowie einen Abstand für Wandunebenheiten ab. Planen Sie außerdem einen Luftraum von etwa zwei bis drei Zentimetern zur Wand ein, damit die Schrankwand nicht spannt, wenn sich das Holz bei Feuchtigkeit ausdehnt. Nur so bleibt die Tür justierbar und der Schrank lässt sich später ohne Kraftaufwand aufstellen.

Beim Kauf sollten Sie nicht nur auf das Design achten, sondern auf die technischen Werte. Entscheidend ist der Schallabsorptionsgrad, der in der Regel als Alpha-Wert angegeben wird. Ein Wert von 0,8 oder höher bedeutet, dass 80 Prozent des auftreffenden Schalls geschluckt werden. Günstige Paneele aus dünnem Schaumstoff erreichen oft nur 0,4 oder 0,5 – sie dämpfen kaum etwas. Achten Sie auch auf die Dicke: Je dicker das Material, desto besser absorbiert es tiefe Frequenzen, die typischerweise in Wohnzimmern für den Hall verantwortlich sind. Eine Dicke von mindestens drei bis fünf Zentimetern ist empfehlenswert. Achtung: Viele Hersteller werben mit „schallabsorbierend", ohne konkrete Messwerte zu nennen. Verlangen Sie im Zweifel das technische Datenblatt.

Die Montage selbst dauert meist nur wenige Minuten. Schrauben Sie den alten Kopf gegen den Uhrzeigersinn ab. Sitzt er sehr fest, helfen eine Rohrzange mit weichem Schutz oder ein Gummiband, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Reinigen Sie das Gewinde am Schlauch von alten Dichtungsresten. Wickeln Sie dann etwas Teflonband um das Gewinde – das verhindert spätere Undichtigkeiten. Bei den meisten Modellen genügt jedoch eine neue Dichtung aus dem Lieferumfang. Schrauben Sie den neuen Kopf von Hand an und ziehen Sie ihn erst dann mit einer Zange leicht nach. Zu viel Kraft beschädigt die Dichtung oder das Gewinde.

Häufig scheitert die Nachrüstung an der falschen Vorbereitung. Prüfen Sie vor dem Bohren, ob im Wandbereich Leitungen verlaufen – ein Leitungssucher hilft, böse Überraschungen zu vermeiden. Markieren Sie die Bohrlöcher mit einem Bleistift und kontrollieren Sie die Waage, denn ein schief hängender Schrank fällt sofort auf. Bei Fliesen sollten Sie mit einem Masking-Tape über dem Bohrloch arbeiten, um ein Abrutschen zu verhindern. Ziehen Sie alle Schrauben erst nach dem Einhängen des Schranks fest an – so haben Sie Spielraum für die Ausrichtung.

Beginnen Sie mit der präzisen Ermittlung der Nische, in die die Schrankwand später passen soll. Messen Sie die Breite an mindestens drei Stellen: direkt unter der Decke, in der Mitte und knapp über dem Boden. Dasselbe gilt für die Höhe, die Sie links, mittig und rechts erfassen. Notieren Sie jeweils den kleinsten Wert – dieser ist Ihr maximaler Planungswert. Üblich ist, dass der Schrank einige Millimeter kleiner gebaut wird, als die kleinste Messung ergibt. So vermeiden Sie, dass sich die Schrankwand nicht einschieben lässt, weil der Boden oder die Wand uneben ist.

Der Unterschied zwischen Rohbaumaß, Nischenmaß und Durchgangsmaß Viele Heimwerker verwechseln diese drei Begriffe und planen dadurch an der Realität vorbei. Das Rohbaumaß beschreibt die Breite der Wandöffnung ohne jeden Putz oder Bodenbelag – es ist für die Planung unbrauchbar. Das Nischenmaß ist die tatsächlich nutzbare Breite zwischen den fertigen Wänden, gemessen auf dem fertigen Boden. Das Durchgangsmaß wiederum ist jene Breite, die nach dem Aufstellen der Schrankwand noch bleibt – etwa für eine Tür oder einen Durchgang. Wenn Sie eine Schrankwand vor eine Tür oder zwischen zwei Wände planen, brauchen Sie immer das Nischenmaß, nicht das Rohbaumaß.

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