Warum Katzen graben und wie du Töpfe ohne Folie schützt

Warum Katzen graben und wie du Töpfe ohne Folie schützt

Annis 0 3 04:49

Trauermücken tauchen fast immer dann auf, wenn die Erde dauerhaft zu nass ist. Die kleinen schwarzen Fliegen selbst richten kaum Schaden an, ihre Larven fressen jedoch an feinen Wurzeln und an abgestorbenem Pflanzenmaterial. Besonders in frisch gekaufter Blumenerde sind oft schon Eier oder Larven enthalten. Wer also neue Erde ins Zimmer stellt und wenige Tage später Schwärme kleiner Fliegen bemerkt, Umweltfreundliche wandgestaltung hat nicht plötzlich ein Ungezieferproblem, sondern meist einen bereits befallenen Sack Substrat eingeschleppt. Dauerhaft verschwinden die Tiere nur, wenn man die Feuchtigkeit im Topf in den Griff bekommt und den Larven die Lebensgrundlage entzieht.

Bei hartnäckigen Kalkflecken – meist von kalkhaltigem Gießwasser – hilft destilliertes Wasser. Tränke ein Wattestäbchen damit und tupfe die Stelle vorsichtig ab, ohne zu schrubben. Kalk löst sich langsam, aber rückstandsfrei. Alternativ kann eine milde Zitronensäurelösung im Verhältnis eins zu zehn verwendet werden, aufgetragen mit einem weichen Tuch, danach sofort mit destilliertem Wasser nachspülen. Wichtig: nie über die ganze Pflanze gehen, sondern nur die betroffene Stelle behandeln. Ein Vollbad in wasserlöslichen Mitteln zerstört die Schicht flächig.

Für den Halbschatten eignen sich vor allem Pflanzen mit ledrigen oder dunkelgrünen Blättern, die Licht effizient verwerten. Die Efeutute wächst zuverlässig, solange sie ein paar Stunden indirektes Licht bekommt; bei zu dunklem Stand verliert sie die Blattzeichnung. Der Bogenhanf toleriert sogar längere Trockenheit und kommt mit wenig Licht aus, braucht aber unbedingt durchlässiges Substrat, sonst fault die Wurzel. Die Grünlilie ist robust, verträgt Halbschatten und zeigt mit braunen Blattspitzen, wenn das Gießwasser zu kalkhaltig oder der Stand zu trocken ist. Der Philodendron und die Marante gehören ebenfalls zu den zuverlässigen Kandidaten, wobei die Marante höhere Luftfeuchtigkeit verlangt.

Für robuste Arten mit festen, glatten Blättern ist die Dusche die gründlichste Methode. Der Topf wird mit einer Plastiktüte über dem Substrat abgedeckt oder schräg gehalten, When you loved this information and you would want to receive details with regards to hier nachlesen i implore you to visit our own web-site. damit keine Erde ausgeschwemmt wird. Lauwarmes Wasser — nicht kalt, nicht heiß — mit mäßigem Druck von oben nach unten über die Blätter laufen lassen, dabei die Unterseiten nicht vergessen, denn dort sitzt der meiste Staub und oft auch Spinnmilben. Anschließend die Blattachseln und Herzblätter ausschütteln, damit kein Wasser stehen bleibt. Tropfnasse Pflanzen nie in die pralle Sonne stellen, sonst verbrennen die Wassertropfen als Brenngläser das Gewebe.

Ein Moosstab ist kein Deko-Element, sondern eine Rankhilfe mit eigenem Wasserhaushalt. Wer ihn nur lose in die Erde steckt, erlebt zwei Probleme: Die Pflanze kippt bei der ersten Windböe um, Pflanzen Im Innenraum und das Moos trocknet innerhalb weniger Stunden aus. Beides lässt sich mit wenigen Handgriffen verhindern. Entscheidend sind der richtige Standort im Topf, eine stabile Verankerung und eine konstante Feuchtigkeitszufuhr von oben.

Bei Töpfen mit lockerem Substrat, etwa reiner Blumenerde, reicht das oft nicht. Dann hilft eine zusätzliche Sicherung: ein kleiner Erdanker aus gebogenem Draht oder ein Stein, der flach auf dem Substrat aufliegt. Auch ein zweiter, kürzerer Stab, der schräg gegen den ersten gesetzt wird, erhöht die Stabilität. Wer den Topf auf einen Untersetzer stellt, sollte darauf achten, dass der Moosstab nicht direkt in der Wasserschicht steht. Sonst zieht das Moos Wasser wie ein Docht und fault von unten.

Bevor der Stab gesetzt wird, prüfen, wie tief der Topf ist. Der Stab sollte mindestens ein Drittel seiner Länge im Substrat verschwinden. Bei einem 60 Zentimeter langen Stab sind das rund 20 Zentimeter. Steckt er nur fünf Zentimeter tief, hebelt jede Ranke ihn aus. Als Faustregel gilt: Der Stab steht stabil, wenn er sich ohne seitliches Spiel nicht bewegen lässt. In einem kleinen Topf mit weniger als 20 Zentimeter Durchmesser ist ein hoher Moosstab ohnehin riskant, weil der Schwerpunkt zu weit oben liegt.

Der wichtigste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Stecken Untersetzer voller Wasser, sind Töpfe ohne Abflussloch oder wird täglich gegossen, obwohl die Oberfläche noch feucht ist, dann ist das der eigentliche Auslöser. Töpfe mit Staunässe, verdichtete Erde und ein warmer Standort beschleunigen die Vermehrung. Prüfen lässt sich das mit dem Finger: Steckt man ihn zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde und fühlt dort noch Nässe, wird nicht gegossen. Erst wenn die oberste Schicht deutlich abgetrocknet ist, gibt es wieder Wasser — und zwar so, dass es unten abfließen kann. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach zehn Minuten wegschütten.

Kaum ist die Erde im Topf frisch gelockert, sitzt die Katze mit den Vorderpfoten drin und schaufelt. Das ist kein böser Wille, sondern Instinkt: Katzen vergraben Kot, prüfen die Beschaffenheit des Untergrunds oder suchen nach Wärme und Insekten. Wer nur schimpft, ändert nichts. Wer die Ursache kennt, kann gezielt eingreifen, ohne die Pflanzen aufzugeben.

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