Augen zählen beim Rebschnitt: Knospen oder Triebe?

Augen zählen beim Rebschnitt: Knospen oder Triebe?

Clifton Taggart 0 4 04:51

Nach dem Schnitt bleibt der Boden um den Strauch locker. If you loved this information and you would want to receive details relating to Beleuchtung Im Wohnzimmer assure visit our page. Eine Mulchschicht aus reifem Kompost hält die Feuchtigkeit und versorgt die Pflanze mit Nährstoffen, Raumteiler ohne Sichtschutz dass zusätzlich gedüngt werden muss. Wer im Frühjahr stark zurückschneidet, sollte im ersten Jahr auf eine üppige Ernte verzichten und dem Strauch Zeit geben, neue Ruten aufzubauen. Ein zu später oder zu zaghafter Schnitt rächt sich dagegen über Jahre: Der Strauch vergreist, die Beeren bleiben klein und die Ernte fällt mager aus.

Beim Schneiden gilt: Wasserschosser nicht bündig am Stamm abschneiden, sondern auf einen kurzen Stummel von einigen Zentimetern oder auf einen flacheren Seitenast ableiten. Ein zu tiefer Schnitt hinterlässt eine große Wunde, die schlecht verheilt. Ein zu langer Stummel trocknet ein und wird zum Eintrittspunkt für Krankheiten. Wer unsicher ist, schneidet im Sommer, wenn der Baum weniger stark nachtreibt. Ein Schnitt im zeitigen Frühjahr regt dagegen neues Wachstum an, weil der Baum dann viel Kraft in die verbleibenden Augen steckt.

Ziergräser werden oft im Herbst zurückgeschnitten, weil der Garten aufgeräumt wirken soll. Das ist bei den meisten Arten ein Fehler. Der Schnitt vor dem Winter öffnet dem Wasser den Weg ins Herz des Horstes, umweltfreundliche Wandgestaltung und genau dort sitzen die jungen Triebknospen. Gefriert das eingedrungene Wasser, wird das Herz zerstört. Die Pflanze treibt im Frühjahr entweder gar nicht aus oder nur schwach aus dem Rand. Wer bis zum späten Winter oder zeitigen Frühjahr wartet, lässt die alten Halme als Dach über dem Herz stehen. Sie leiten Niederschlag ab, brechen die Schneelast und isolieren gegen Frost.

Johannisbeeren tragen am besten an ein- und zweijährigen Trieben. Ältere Ruten verzweigen sich stark, bilden viel Blattwerk und nur noch wenige Blütenknospen. Wer den Strauch jahrelang ungeschnitten lässt, erntet irgendwann fast nichts mehr, weil sich das Holz im Inneren gegenseitig beschattet. Der Schnitt ist deshalb keine Kosmetik, sondern die Grundlage für regelmäßige Erträge. Der beste Zeitpunkt liegt im Spätwinter, etwa Ende Februar bis Anfang März, solange die Knospen noch geschlossen sind und kein starker Frost herrscht.

Nach dem Schnitt sollte die Krone so aussehen, dass man von oben durch sie hindurch auf den Boden sehen kann, ohne dass Äste im Weg sind. Das ist ein gutes Maß für den richtigen Grad der Auslichtung. Junge Bäume brauchen vor allem Erziehungsschnitt, alte Bäume eher Verjüngungsschnitt. Wer sich an diese Reihenfolge hält und erst die kranken, dann die bedrängenden Äste entfernt, bekommt einen Apfelbaum, der regelmäßig trägt und weniger Pflege braucht.

Der richtige Zeitpunkt liegt kurz vor dem Austrieb. Je nach Region und Witterung ist das Ende Februar bis Anfang April. Ein verlässliches Signal: Die ersten neuen grünen Spitzen sind am Boden sichtbar, aber noch nicht länger als eine Handbreit. Später schneiden ist möglich, dann werden die jungen Triebe jedoch leicht mit abgeschnitten oder geknickt. Zu früh schneiden, etwa im Januar, beraubt die Pflanze erneut des Schutzes, falls noch strenge Fröste folgen.

Beim Rebschnitt entscheidet nicht die Zahl der Augen am Stock über den Ertrag, sondern die Zahl der Augen, die tatsächlich austreiben und Frucht tragen. Viele Winzer zählen im Winter großzügig und wundern sich im Sommer über zu viele Trauben, zu dünne Triebe und unreife Beeren. Die Kunst liegt darin, die Augen an der Schnittstelle richtig zu bewerten: nicht jedes Auge ist gleich fruchtbar, und nicht jedes Auge wird zum tragenden Trieb.

Die praktische Ausführung: Zuerst die alten Halme mit einer Hand oder einem Rechen zusammenraffen, am besten mit einem Gummiband oder einer Schnur bündeln. Dann das Bündel etwa eine Handbreit über dem Boden mit einer scharfen Heckenschere oder einer Astschere abschneiden. Bei sehr großen Horsten empfiehlt sich ein elektrischer Heckenschneider mit langem Schwert, weil trockene Halme zäh sind. Das Bündel anschließend herausziehen, ohne zu drehen, sonst reißen Sie die jungen Triebe aus dem Boden. Als Abschluss den Horst vorsichtig auflockern und abgestorbene Halme von Hand entfernen.

Die Witterung entscheidet mit. Regnet es nach dem Schnitt tagelang, können Pilzsporen ungehindert eindringen. Deshalb gilt: Bei feuchter Witterung gar nicht schneiden. Trockene, kühle Tage ohne Nachtfrost sind ideal. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Ein Schnitt am Vormittag gibt der Wunde mehr Zeit zum Antrocknen als ein Eingriff am späten Nachmittag. Wer unsicher ist, verschiebt den Schnitt lieber in den Spätwinter, denn ein nicht geschnittener Baum trägt im Zweifel mehr als ein falsch geschnittener.

In der Praxis geht man in drei Schritten vor. Zuerst wird der Stock auf die gewünschte Anzahl Ruten und Zapfen reduziert. Dann zählt man die Augen an jeder verbleibenden Rute und summiert sie. Schließlich vergleicht man die Summe mit dem Zielwert für die Fläche. Liegt man darüber, kürzt man die schwächsten Ruten oder entfernt einen Zapfen. Liegt man darunter, lässt man zusätzliche Augen stehen – aber nur an kräftigen Ruten. Nicht einfach überall ein Auge draufsetzen, das führt zu unfruchtbaren Trieben.

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