Nach dem Schnitt wird nichts abgedichtet. Wundverschlussmittel behindern die natürliche Überwallung und halten Feuchtigkeit unter der Schicht, was Fäulnis begünstigt. Der Baum bildet aus eigener Kraft Kallusgewebe, das die Wunde vom Rand her verschließt. Wichtig ist nur, dass die Schnittfläche glatt ist und nicht gequetscht wurde. Eine scharfe Säge mit passender Zahnung schneidet sauber, während eine stumpfe Säge das Gewebe zerfasert und die Heilung verzögert.
Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt innerhalb des Spätwinters. Zu früh, also bei anhaltendem Frost unter minus fünf Grad, splittert Holz, energiesparendes Wohnen und Schnittstellen trocknen aus, statt zu verheilen. Zu spät, wenn die Knospen bereits schwellen, blutet die Pflanze stark und verliert Kraft. Ideal sind Tage mit leichtem Nachtfrost und tagsüber Temperaturen um den Gefrierpunkt, an denen der Boden nicht gefroren ist. Ein trockener, windstiller Vormittag ist besser als ein feuchter Nachmittag, weil die Schnittflächen bis zum Abend abtrocknen können.
Häufige Fehler lassen sich vermeiden. Dazu gehört der Schnitt in eine bereits ausgetriebene Pflanze, der die Blüte kostet und die Fassade nicht schützt. Ebenso falsch ist der Einsatz einer stumpfen oder verschmutzten Schere: Quetschungen und Rindenrisse sind Eintrittspforten für Pilze. Wer die Schnittstellen mit Wundverschlussmitteln großflächig bestreicht, behindert die natürliche Abschottung eher, als dass er sie fördert. Und wer im Spätwinter düngt, treibt die Pflanze zu früh, sodass der Schutz vor der Fassade bis zum Sommer wieder zugewachsen ist.
Ein Obstbaum verzeiht viel, aber nicht jeden Schnitt. Wer eine Astpartie entfernt, legt eine Wunde frei, die der Baum über Jahre hinweg abschotten muss. Entscheidend ist dabei nicht die Größe der Säge, sondern die Lage der Schnittfläche. Der Baum heilt dort am schnellsten, wo die Wulst am Astansatz erhalten bleibt — dieser ringförmige Wulst, der Astring, ist kein Zufall, sondern gebildetes Gewebe, das die Wunde aktiv überwallt.
Die Witterung entscheidet mit. Regnet es nach dem Schnitt tagelang, können Pilzsporen ungehindert eindringen. Deshalb gilt: Bei feuchter Witterung gar nicht schneiden. Trockene, kühle Tage ohne Nachtfrost sind ideal. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: Http://Flughafentransfer-goeppingen.gmbh/ Ein Schnitt am Vormittag gibt der Wunde mehr Zeit zum Antrocknen als ein Eingriff am späten Nachmittag. Wer unsicher ist, verschiebt den Schnitt lieber in den Spätwinter, denn ein nicht geschnittener Baum trägt im Zweifel mehr als ein falsch geschnittener.
Der richtige Zeitpunkt liegt je nach Baumart im Spätwinter oder im Sommer nach dem Austrieb. Wer bei Frost schneidet, riskiert aufgefrorenes Holz; wer Beleuchtung im Wohnzimmer Frühjahr zu früh schneidet, verliert Saft. Kontrolliert man nach einigen Wochen die Schnittstelle, zeigt sich, ob der Schnitt korrekt saß: Eine gleichmäßig umlaufende Wulst, die sich langsam schließt, ist das sicherste Zeichen. Ein stehengebliebener Stummel oder eine eingesunkene Stelle am Stamm verlangen dagegen einen Nachschnitt, solange das Holz noch gesund ist.
Vor jedem Schnitt gilt deshalb: Die Zweige vorsichtig auseinanderbiegen und prüfen, wie weit die Benadelung nach innen reicht. Erst dann die Schnittlinie festlegen. Wer unsicher ist, schneidet lieber zu wenig als zu viel. Ein zu zaghafter Rückschnitt wächst sich aus, ein Schnitt ins alte Holz nicht.
Bei Sorten am alten Holz wird ausschließlich oberhalb einer kräftigen Knospe geschnitten. Tote oder beschädigte Triebe entfernt man bis zum nächstgelegenen gesunden Seitenrieb. Triebe, die sich kreuzen oder in die Mitte wachsen, werden ganz herausgenommen, damit Licht und Luft in den Strauch gelangen. Ein Rückschnitt um höchstens ein Drittel der Trieblänge ist ausreichend. Wer eine Pflanze radikal reduziert, muss mit einem blühfreien Jahr rechnen. Bei Sorten am neuen Holz schneidet man dagegen im Februar oder März alle Triebe auf etwa 30 bis 50 Zentimeter zurück; aus dem verbleibenden Holz treiben neue, kräftige und reich blühende Triebe aus.
Nach dem Schnitt bleibt der Boden um die Rose sauber: abgeschnittene Blüten und Blätter gehören nicht auf das Beet, sondern in den Abfall. Fallen sie auf die Erde, können Pilzsporen von dort wieder aufsteigen. Wer konsequent über dem richtigen Auge arbeitet, nach außen führt und den Fruchtknoten entfernt, When you loved this post and you would like to receive more info about Ossenberg.ch please visit the website. hält seine Rosen über die ganze Saison in Blüte, ohne sie durch einen falschen Schnitt zu schwächen.
Hortensien sind keine einheitliche Gruppe, sondern mehrere Arten mit unterschiedlichem Blühverhalten. Wer im Frühjahr alle Triebe gleich zurückschneidet, entfernt bei manchen Sorten genau die Knospen, aus denen im Sommer Blüten werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob geschnitten wird, sondern wann und an welchem Holz die Blüten angelegt werden. Zwei Gruppen sind zu unterscheiden: Sorten, die am alten Holz blühen, und Sorten, die am neuen Holz blühen.
Ein typischer Fehler ist der radikale Verjüngungsschnitt im Frühjahr. Viele erwarten, dass die Thuja wie andere Hecken nach einem starken Rückschnitt neu durchtreibt. Das passiert nicht. Besonders problematisch sind Schnitte in den Hauptstamm oder in dicke, unbelaubte Äste. Diese Bereiche bleiben für immer kahl und bieten Krankheiten sowie Schädlingen eine Angriffsfläche. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt bei praller Mittagssonne oder bei Frost. Beides stresst die Pflanze zusätzlich und verzögert die Wundheilung.