Pflaume oder Zwetschge: Was beim Auslichten wirklich zählt

Pflaume oder Zwetschge: Was beim Auslichten wirklich zählt

Natalie 0 3 05:01

Kontrollen finden statt, und Verstöße gegen das Schnittverbot können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Wer unsicher ist, ob ein geplanter Schnitt noch als Pflege durchgeht, dokumentiert den Zustand der Hecke vorher mit Fotos und notiert das Datum. Das hilft, falls Fragen aufkommen. Und wer einen Gartenbetrieb beauftragt, sollte den Termin schriftlich bestätigen lassen – die Verantwortung für die Einhaltung der Fristen bleibt beim Grundstückseigentümer.

Die dritte Gruppe wächst krautig oder halbstrauchig und blüht ausschließlich am neuen Holz, also an den Trieben, die im Frühjahr austreiben. Clematis viticella, Clematis tangutica und die späten großblumigen Sorten gehören dazu. Diese Pflanzen schneidet man im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr auf 20 bis 50 Zentimeter über dem Boden zurück, auf zwei kräftige Knospenpaare. Wer das unterlässt, bekommt eine verfilzte Basis und Blüten nur in luftiger Höhe.

Beim Schnitt selbst sollte man saubere, scharfe Werkzeuge verwenden. Ruten immer direkt am Boden abschneiden, ohne Stummel stehen zu lassen. Stummel faulen und bieten Schädlingen Unterschlupf. Zwischen den Schnitten das Werkzeug desinfizieren, besonders wenn Krankheiten im Bestand auftraten. Abgeschnittenes Material nicht auf dem Beet liegen lassen, sondern entfernen. Wer zu viele Ruten stehen lässt, erntet kleinere Früchte und fördert Grauschimmel.

So wird ausgelichtet, ohne die Fruchtknospen zu verlieren Begonnen wird mit dem Entfernen von totem, krankem und sich kreuzendem Holz. Solche Äste tragen keine Früchte und behindern nur den Luftstrom. Danach werden die steil nach oben wachsenden Triebe, die sogenannten Wasserreiser, herausgenommen. Sie wachsen schnell, fruchten aber kaum und verdichten die Krone. Wichtig: Der Schnitt erfolgt immer direkt am Ansatz, ohne Stummel stehen zu lassen. Ein kurzer Stummel trocknet ein und wird zum Eintrittspunkt für Pilze. Bei dickeren Ästen wird zunächst von unten angesägt und dann von oben nachgesetzt, damit die Rinde nicht einreißt.

Der richtige Zeitpunkt liegt im Spätwinter, kurz vor dem Austrieb, etwa Ende Februar bis Anfang März. Dann sind die Wunden schnell verschlossen und die Schnittstellen trocknen zügig ab. Ein Schnitt im Herbst oder tiefen Winter führt zu Frostrissen und erhöht das Risiko von Infektionen mit dem Scharka-Virus, das sich über Schnittwunden ausbreitet. An warmen, trockenen Tagen mit Temperaturen über fünf Grad arbeitet es sich zudem leichter, und das Holz splittert weniger.

Pflaumen und Zwetschgen tragen am mehrjährigen Holz. Wer im Winter zu viel wegschneidet, entfernt nicht nur Äste, sondern auch die Knospen, aus denen im nächsten Jahr die Früchte kommen. Das Auslichten dient deshalb nicht dem Formschnitt, sondern dem Ziel, Licht in die Krone zu bringen, ohne die Ertragsfläche zu zerstören. Der Unterschied zwischen beiden Obstarten ist gering: Zwetschgen wachsen aufrechter und bilden dichtere Kronen, Pflaumen breiten sich flacher aus. Beide reagieren auf starken Rückschnitt mit langen, unverzweigten Trieben, die erst nach zwei bis drei Jahren fruchten.

hq720.jpgDer Trick mit den zwei Blühwellen Die zweite Gruppe sind die großblumigen Sorten, die im Mai und Juni am alten Holz blühen und im Spätsommer noch eine zweite, kleinere Blüte am neuen Holz nachschieben. Dazu gehören viele der bekannten Hybriden mit großen Blüten. Hier schneidet man nur leicht: When you adored this information in addition to you would want to be given more information about Raumteiler ohne Sichtschutz generously stop by the web-page. Im Frühjahr kürzt man die Triebe auf etwa 150 bis 200 Zentimeter ein, entfernt schwache und erfrorene Zweige und lässt den Rest stehen. Ein radikaler Rückschnitt auf den Boden kostet die erste Blüte, bringt aber kräftige Triebe für den Herbst.

Das Verbot gilt allerdings nicht pauschal für jede Form des Schnitts. Erlaubt bleiben in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs entfernt wird. Wer also einzelne Triebe zurückschneidet, damit die Hecke ihre Form behält oder der Nachbar nicht über die Grundstücksgrenze wächst, verstößt nicht gegen das Gesetz. Der entscheidende Unterschied liegt im Ausmaß: Ein Rückschnitt um wenige Zentimeter ist Pflege, ein Kahlschlag bis zum Boden ist es nicht.

Pro Arm lässt man eine kräftige Fruchtrute mit zwei bis drei Augen stehen, dazu einen kurzen Zapfen mit einem Auge als Reservetrieb für das nächste Jahr. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Pflanze nicht von der Schnittstelle aus verkahlt und jedes Jahr neues fruchtbares Holz nachwächst. Die Ruten werden mit Bast oder Schnur an einem Draht oder Spalier befestigt, damit sie dem Wind standhalten und die Blätter gut belichtet sind. Ein zu dichter Stand führt zu Pilzbefall und faulen Trauben.

Beim Lesen eines Baumes hilft ein einfacher Blick von der Seite. Man sucht die höchste Spitze – das ist der Leittrieb. Dann verfolgt man die nächststarken Triebe. Stehen sie in einem Winkel von etwa 45 bis 60 Grad zum Stamm, eignen sie sich als Gerüstäste. Wachsen sie steil nach oben und erreichen fast die Stärke des Leittriebs, sind es Konkurrenten. Solche Triebe werden entfernt oder durch Herunterbinden flacher gestellt. Ein zu flach abgehender Ast hingegen bricht später unter Last leichter aus, cleverer Stauraum weil die Verbindung zum Stamm schwach bleibt.

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